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Presse 2009
Düsseldorf - Schüler sind stark in der Manege | Düsseldorf - Schüler sind stark in der Manege |
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| Montag, 9. März 2009 | ||
Westdeutsche Zeitung, 6.3.2009 UNTERBACH Wichernschüler trainieren mit Zirkusprofis für den großen Auftritt in der Manege.Von Hanna Ziegler
Artist Olaf K. Spiers übt mit den Wichernschülern den Fesseltrick. Gefesselt an ein Gitter steht die Zehnjährige Chiara Krones mitten in der Manege, umringt von ihren Mitschülern. Gerade erklärt ihr Artist Olaf K. Spiers den Trick „Gitterillusion". Am Ende steht nicht mehr sie gefesselt vor dem Gitter, sondern Spiers. „Wie das funktioniert, darf ich nicht verraten", sagt sie mit leuchtenden Augen. Unter Zirkuskollegen hält man schließlich zusammen. „Nicht einmal Mama und Papa werde ich es sagen." Am Samstag dann hat sie ihren großen Auftritt im „Circus Tausendtraum" vor Publikum. Schon während der ersten Proben hat sie beim Gedanken daran Lampenfieber. Schließlich bietet das blaue Zelt Platz für 400 Zuschauer. Professionelle Artisten trainieren Schüler im ganzen Bundesgebiet Anlass für
den einwöchigen Zirkus an der Unterbacher Wichernschule ist ein
Projekt mit professionellen Artisten. Sie trainieren die Kinder bis
zur eigenen Vorstellung. Statt Mathe steht jetzt jonglieren auf dem
Stundenplan. Dahinter steckt ein pädagogisches Konzept: „Die Kinder werden selbstbewusster und stellen im Team eine Vorstellung auf die Beine", sagt Artist Marian Halfpap. „Auch Kinder, die anfänglich ängstlich und zurückhaltend sind, balancieren am Ende auf dem Drahtseil", weiß er. Viertklässlerin Chiara wird sich heute ebenfalls überwinden müssen, vor so viel Publikum zu stehen. Dennoch ist sie nicht ängstlich, sondern überwältigt von dem Spaß, den das Training bereitet. „Es ist gar nicht anstrengend und macht mehr Spaß als Schule", sagt sie. Vorher war sie erst einmal im Zirkus. Jetzt trainiert sie täglich in den Unterrichtsstunden für ihren eigenen Auftritt. Alle Schüler sind altersgemischt in drei Gruppen aufgeteilt, die jeweils ihre eigene Vorstellung vorbereiten. Neben der „Gitterillusion" lernen die Kinder auch den Trick „Ballpokal" und auf einem Nagelbrett zu stehen. Die
professionelle Arbeit des Zirkus' ist für Schulleiterin Andrea
Laferi der ausschlaggebende Grund für das Engagement an ihrer
Schule gewesen. „Die sind einfach richtig gut", so Laferi.
Wichtig sei, dass jedes Kind mitmachen und sich unabhängig von
der Schule profilieren könne. „Wir Lehrer haben da nichts zu
sagen", gibt sie zu. |
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| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 2. September 2009 ) | ||